Unsere Werte
Die Kronwacht steht für ein respektvolles und offenes Miteinander – im Spiel wie außerhalb.
Wir verstehen uns als Teil einer vielfältigen Community und heißen Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Religion oder körperlichen Voraussetzungen willkommen.
Diskriminierung, Ausgrenzung oder menschenfeindliche Einstellungen haben bei uns keinen Platz.
Wir orientieren uns an den Grundwerten einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft und legen Wert darauf, dass sich alle Teilnehmenden bei uns sicher und wohl fühlen können.
Unser gemeinsames Spiel lebt davon, dass wir einander unterstützen, aufeinander achten und Raum für unterschiedliche Charaktere und Geschichten schaffen.
Umsetzung im Spiel
Unsere Werte spiegeln sich auch direkt in unserem Spiel wider.
Geschlechterrollen sind bei uns kein Spielinhalt. Alle Rollen stehen allen Spielenden offen – unabhängig vom Geschlecht. Ein:e Ritter:in ist bei uns ebenso selbstverständlich wie ein Ritter.
Auch Diskriminierung oder Ausgrenzung aufgrund körperlicher Merkmale, Herkunft oder anderer persönlicher Eigenschaften sind kein Teil unseres Spiels.
Konflikte und Unterschiede entstehen bei uns aus Charakteren, Entscheidungen und Geschichten – nicht aus realweltlichen Zuschreibungen.
Unsere Spielphilosophie
Was für ein Spiel wir im LARP suchen
Unsere Gruppe spielt heroisches Fantasy-LARP.
Unsere Figuren verstehen sich als Teil eines Ideals – ähnlich wie die Gefährten in klassischen Fantasygeschichten oder die Ritter der Tafelrunde.
Das bedeutet nicht, dass unsere Charaktere perfekt sind.
Aber sie versuchen, das Richtige zu tun, füreinander einzustehen und Verantwortung zu übernehmen.
Wir spielen bewusst Figuren, die:
- loyal gegenüber ihren Gefährt:innen sind
- Verantwortung für ihr Handeln übernehmen
- versuchen, die Welt ein Stück besser zu machen
Kurz gesagt: Wir spielen Held:innen – oder zumindest Menschen, die versuchen, welche zu sein.
Konflikte sind wichtig – aber nicht gegeneinander
Spannendes Spiel entsteht für uns durch Konflikte und schwierige Entscheidungen.
Diese Konflikte liegen für uns aber selten darin, einander zu hintergehen oder gegeneinander zu spielen. Stattdessen interessieren uns Fragen wie:
- Was ist der richtige Weg?
- Was wiegt schwerer: Gnade oder Gerechtigkeit?
- Ist Loyalität wichtiger als Pflicht?
- Wann darf man pragmatisch handeln, obwohl es sich falsch anfühlt?
Unsere Charaktere können unterschiedliche Antworten auf diese Fragen haben.
Gerade daraus entstehen viele unserer intensivsten Spielsituationen.
Dabei entstehen Konflikte auf unterschiedlichen Ebenen:
Persönliche Konflikte
- moralische Entscheidungen
- Loyalitätskonflikte
- Idealismus vs. Pragmatismus
Fraktionskonflikte
- politische Interessen
- kulturelle Unterschiede
- Loyalitäten zwischen Gruppen
Externe Bedrohungen
- klassische Antagonisten
- Monster, Kriege oder Katastrophen
Diese verschiedenen Ebenen sorgen dafür, dass sich persönliches Spiel, Politik und Abenteuer miteinander verbinden können.
Vertrauen innerhalb der Gruppe
Damit dieses Spiel funktioniert, basiert unsere Gruppe auf gegenseitigem Vertrauen.
Daher gelten bei uns ein paar einfache Grundprinzipien:
- Spieler:innencharaktere unserer Gruppe sind keine bewusst finsteren Figuren
- PvP innerhalb der Gruppe ist nicht erwünscht
- Verratsplots innerhalb der Gruppe werden nicht geplant
Das bedeutet nicht, dass es keine Konflikte gibt.
Aber sie entstehen aus dem Spiel heraus – nicht aus der Absicht, das Spiel anderer zu sabotieren.
Diese gemeinsame Grundlage sorgt dafür, dass Konflikte spannend bleiben, ohne die Gruppe zu destabilisieren, und intensives Spiel möglich ist, ohne auf Kosten anderer zu gehen.
Beziehungen statt Plot
Viele unserer Spielsituationen entstehen nicht durch große Plotgeschichten, sondern durch Beziehungen zwischen Charakteren.
Freundschaften, Verpflichtungen, Rivalitäten oder gemeinsame Vergangenheit sorgen oft dafür, dass Geschichten ganz von selbst entstehen.
Dabei nutzen wir:
- gewachsene Beziehungen aus früheren Cons
- Gruppenstrukturen
- von der Orga geschriebene Verbindungen
- gemeinsame Ideen mit neuen Spieler:innen
So entsteht ein dichtes soziales Netzwerk, aus dem Geschichten organisch wachsen können.
Die Welt liefert den Rahmen – die Charaktere füllen ihn mit Leben.
Geschichten entstehen im Spiel
Wir entwerfen keine vollständig vorgegebene Geschichte, sondern einen Spielraum mit Konfliktpotenzial.
Dazu gehören:
- Fraktionen mit unterschiedlichen Interessen
- politische Spannungen
- Machtstrukturen und Ressourcen
- moralische Dilemmata
Die eigentliche Geschichte entsteht durch die Entscheidungen der Spieler:innen.
Die Orga gestaltet Situationen, Beziehungen und Konfliktfelder – die Spieler gestalten daraus Konsequenzen, persönliche Geschichten und erinnerungswürdige Momente.
Spielangebote für andere
Wir verstehen unser Spiel auch als Angebot an andere Spieler:innen.
Das kann sein:
- ein moralisches Dilemma
- politische Diskussionen
- gemeinsame Abenteuer
- heroische Kämpfe gegen Bedrohungen
Wir versuchen dabei immer, Spiel zu ermöglichen statt zu blockieren.
Denn gutes LARP entsteht dort, wo viele Spieler:innen gemeinsam Geschichten entwickeln.
Darstellung und Miteinander
Wir legen Wert darauf, dass unser Spiel für alle zugänglich ist.
Rollen sind nicht an reale Eigenschaften gebunden: Jede:r kann die Figur spielen, die zum eigenen Konzept passt. Klassische Einschränkungen wie feste Geschlechterrollen spielen bei uns keine Rolle.
Ebenso verzichten wir bewusst auf Spielinhalte, die auf realweltlicher Diskriminierung basieren. Stattdessen entstehen Konflikte aus der Geschichte und den Charakteren selbst.
Unser Ziel ist ein gemeinsames Spiel, das für alle Beteiligten angenehm, respektvoll und frei von unnötigen Hürden bleibt.